Stadt kann Ostmagistrale weiter sanieren

Hier will das Straßen- und Tiefbauamt Dresden die Umleitungsstraße bauen, die während der Flutschaden-Reperatur den Verkehr der Wehlener und Österreicher Straße aufnehmen soll. Blick vom alten Elbarm in Richtung Westen: rechts ist der Toeplerpark und der Spielplatz, links hinter den Bäumen sind Kleingärten. Foto: Heiko WeckbrodtLandesdirektion genehmigt Pläne für Wehlener und Österreicher Straße im Grundsatz

Tolkewitz/Laubegast, 24. Januar 2023. Die Wehlener und Österreicher Straße bekommt eine breitere Straßenbahntrasse, um Platz für die neuen Stadtbahnwagen zu schaffen. Die Stadt lässt die Gleise neu verlegen, wenn die Wehlener Straße gen Osten weiter repariert und umgebaut wird. Generell kann die Ostmagistrale nun weiter saniert werden. Dafür haben die Stadtplaner heute „Grünes Licht“ von der Landesdirektion Sachsen (LDS) bekommen.

Schritt hin zum Einsatz der breiteren Stadtbahnwagen

„Mit dem Planfeststellungsbeschluss kann die Stadt Dresden die Modernisierung des wichtigen Verkehrszuges zwischen Stadtzentrum und den östlichen Wohngebieten weiter vorantreiben“, teilte LDS-Präsidentin Regina Kraushaar mit. „Das Vorhaben macht den Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer und insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger der Ortsteile Laubegast und Tolkewitz sicherer und komfortabler. Zudem ist die Vergrößerung des Gleisachsabstandes ein weiterer Schritt hin zum Einsatz der neuen, breiteren und komfortableren Stadtbahnwagen.“

Bisher bereits Borsbergstraße, Schandauer und Teile der Wehlener Straße saniert und umgebaut

In den vergangenen Jahren hatte die Stadt Dresden die sogenannte Ostmagistrale vom Stadtzentrum in Richtung Tolkewitz und Laubegast schrittweise saniert und umgebaut. In diesem Zuge bekamen die Borsberg-, Schandauer und Wehlener Straße bis zum neuen Schulcampus Tolkewitz neue Asphaltdecken und Ampeln, einige Straßenquerschnitte und Kreuzungen wurden auch neu zugeschnitten. Als nächstes soll nun die Strecke zwischen Schlömilchstraße und Leubener Straße folgen. Hier mündet die Wehlener Straße in einen kurzen Abschnitt der Straße „Alttolkewitz“, um dann zur Österreicher Straße zu werden.

Auch bessere Gehwege vorgesehen

Die Stadt will hier unter anderem die Fahrbahndecken erneuern, die Straßenbahnhaltestellen „Wasserwerk Tolkewitz“, „Alttolkewitz“ und „Herman-Seidel-Straße“ barrierefrei umbauen und die Gleisabstände für die neuen Straßenbahn-Wagen vergrößern. Auch werden Sachsenergie, Telekom und Vodafone in diesem Zuge ihre Leitungen und Rohre erneuern. Zudem sollen die streckenweise recht schmalen Gehwege verbreitet und teils neue Radspuren angelegt werden. Auch der Hochwasserschutz soll sich verbessern. Eine Vorlage aus dem Jahr 2015 hatte die Gesamtkosten für diese Sanierungen und Umbauten damals auf 12,5 Millionen Euro geschätzt. Angesichts der Teuerungen im Bausektor dürfte die Summe tatsächlich aber deutlich höher ausfallen.

Für die Umleitung will die Stadt für etwa 1,5 Jahre die Schulze-Delitzsch-Straße über den alten Elbarm in Richtung Steirische Straße verlängern. Foto: Heiko Weckbrodt

Für die Umleitung will die Stadt für etwa 1,5 Jahre die Schulze-Delitzsch-Straße über den alten Elbarm in Richtung Steirische Straße verlängern.
Foto: Heiko Weckbrodt

Temporäre Umleitungsstraße südlich vom Toeplerpark

Wann die Bauarbeiten starten, hat die Stadt noch nicht mitgeteilt. Aber auf jeden Fall lässt sie zunächst eine temporäre Verbindungsstraße zwischen der Schulze-Delitzsch-Straße und der Steirischen Straße über den Niedersedlitzer Flutgraben bauen. Die soll den Verkehr der Ostmagistrale aufnehmen, wenn die für den Umbau voll gesperrt wird. „Bei der Umleitungsstrecke handelt es sich um ein Provisorium, das über die gesamte Bauzeit von zirka 18 Monaten genutzt und anschließend zurückgebaut wird“, versicherte die Landesdirektion. Zu hoffen ist, dass der Dresdner Osten in dieser Zeit nicht wieder von einer extremes Flut getroffen wird. Der Hochwasserschutz mit Blick auf den alten Elbarm sei geprüft worden, versichert jedenfalls die Behörde.

Autor: hw

Quellen: LDS, Ratsinfo

Grafik: M. Arndt
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2 Antworten zu Stadt kann Ostmagistrale weiter sanieren

  1. Grünlandlaudator sagt:

    Bedeutet leider auch, daß eine der letzten alten und schönen Straßenbaumalleen der Stadt gerodet werden wird. Denn in Deutschland ist behutsames Bauen eben nicht möglich. Der Aspekt der hier sehr umfangreichen Fällungen von wertvollen Altbäumen kommt in Meldungen natürlich nirgendwo zur Sprache, das sollte aber heutzutage nicht mehr verschwiegen werden. Glücklicherweise ist ein Bauzeitraum „noch nicht absehbar“, und auch weitere Faktoren sprechen gar dafür, daß bis dahin eher mit einer weiteren Flut zu rechnen ist.

    Blick in die Allee Wehlener Straße Ost
    https://abload.de/img/wehlenerbaume9ki12.jpg
    https://abload.de/img/wehlenerstraltbaumen5i4m.jpg

  2. Ein Anwohner aus Tolkewitz sagt:

    Hier leben Tiere, die streng geschützt werden! Zb. Waldohreulen, Graureiher! Beweise vorhanden!
    Es ist ein Skandal, was hier geschehen soll! Es ist ein Trinkwasser- UND Naturschutzgebiet, welches hier zerstört wird!
    Eine 2-Spurige Hauptverkersstraße, diekt am Spielplatz!? Massenweise Parkplätze fallen weg, wo es so schon ein wahnsinniger Kampf ist, als Anwohner einen zu finden? Wie sollen Anwohner ihre Autos nach Einkäufen entladen? Ein sonst sehr sicherer Schulweg für die Grundschüler würde zum täglichen gefährlichen Gang zur Schule werden? Anwohner, die extra wegen der Ruhe hier wohnen, müssten Jahrelangen Schmutz und Lärm ertragen? Die Straßen im Gebiet sind Marode, was dazu führen würde, dass nach Abschluss der Sanierung, direkt weiter Saniert werden, und die Anwohner wieder oder weiter unter Lärm leiden werden? Die schönen Kastanien müssten aller Wahrscheinlichkeit nach auch gefällt werden? Mal ganz abgesehen davon, dass hier zu meinen Lebzeiten schon 2 mal die Flut kam!? Wer entschädigt einen, wenn man durch den Monate-/Jahrelangen Baulärm psychisch zu Grunde geht? Das ist die reinste Zumutung! Und da spreche ich von allen hier Wohnenden. Denn ich kenne keinen, der für diesen Wahnsinn ist! Ich hoffe, hier kommen viele klagen!

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