
Das werden auch für Bäcker Hünich wohl schwierige Monate: Für den Umbau zur Fahrradstraße haben die Arbeiter auch die Kreuzung von Kipsdorfer und Berggießhübler Straße gesperrt. Foto: Heiko Weckbrodt
Arbeiter verkleinern nach und nach die Kreuzungen
Tolkewitz/Seidnitz, 18.08.26. In Tolkewitz hat der Umbau der östlichen Kipsdorfer Straße zur Fahrradstraße begonnen: Arbeiter haben die Einmündungen der Berggießhübler, Schlottwitzer und Schaufußstraße teilweise abgesperrt, um diese Kreuzungen zu Gunsten deutlich breiterer Fußwege zu verkleinern. Damit will die Stadtverwaltung Dresden den letzten Kilometer der „Radroute Ost“ bis zum Schulcampus Tolkewitz komplettieren. Auto und andere Fahrzeuge dürfen sich an den Sperren vorbeiquetschen.
Bis Mitte November 2026 will das Straßen- und Tiefbauamt zunächst diese zwei Knotenpunkte und danach alle verbliebenen Kreuzungen der Kipsdorfer Straße zwischen Altenberger Straße und Schulcampus so umbauen. Ziel: Insbesondere Schulkinder können diese Knotenpunkte dann leichter überqueren. Radler wie auch Autos sollen einen besseren Überblick bekommen, wer sich nähert.
Anwohner ärgern sich: Jeder zweite Parkplatz fällt weg
Letztlich opfert die Stadt für diesen Umbau jeden zweiten Parkplatz entlang der Straße, also insgesamt 68 der 139 Stellplätze – was schon für Anwohnerproteste gesorgt hat. Die Planer verweisen indes darauf, dass sich dadurch die Verkehrssicherheit auf der „Kipsdorfer“ erheblich erhöht, nicht nur für Kinder und Radler. Zur Erinnerung: Spätestens, seit diese Piste jahrelang Umleitungsstrecke für den Umbau der Wehlener Straße war, nutzen viele Autofahrer sie auch heute noch als Ausweichstrecke. Viele davon fahren durch die 30er- und 20er-Zonen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit.
Stadt beschildert im April 2027 den letzten Kilometer als Fahrradstraße
Wenn alle Kreuzungen umgebaut sind, lässt das Straßen- und Tiefbauamt im April 2027 die restliche Kipsdorfer Straße so ummarkieren, bemalen und mit Schildern versehen, dass sie dann offiziell zur Fahrradstraße umgewandelt werden kann.
Zuvor hatte die Stadt bereits im Nebenstraßennetz eine Abfolge von Fahrradstraßen eingerichtet, die zusammen die „Radroute Ost“ bilden. Diese reicht bisher vom Straßburger Platz über den Stresemannplatz, die Laubestraße, die Glashütter und Kipsdorfer Straße bis zur Altenberger Straße.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: LHD, Oiger-Archiv, Vor-Ort-Besuch

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