Technikmuseum plant Interims-Dependance in Dresdner Innenstadt

Der Ernemann-Turm ist das Wahrzeichen der Technische Sammlungen Dresden in Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Ernemann-Turm ist das Wahrzeichen der Technische Sammlungen Dresden in Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Sanierung naht, Standort steht aber noch nicht fest

Striesen, 28.05.26. Museumsdirektor Roland Schwarz will während der anstehenden mehrjährigen Sanierung der „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) zumindest einen Teil seiner Exponate in einem Interimsquartier in der Innenstadt ausstellen, dort auch Sonderausstellungen möglich machen. Das hat Schwarz angekündigt, als er gestern Abend die vorerst letzte Sonderschau vor der Sanierung – „Die Zukunft des Riechens“ – in Striesen eröffnete.

Die Technischen Sammlungen Dresden befinden sich in den ehemaligen Ernemann-Kamerawerken, die später zu Pentacon gehörten. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Technischen Sammlungen Dresden befinden sich in den ehemaligen Ernemann-Kamerawerken, die später zu Pentacon gehörten. Foto: Heiko Weckbrodt

Eröffnung in vorläufigem Ausweichquartier im Jahr 2027

Welche Standorte zur Auswahl stehen und welche er favorisiert, wollte Direktor Schwarz nicht verraten. Derzeit prüfe das Museum gemeinsam mit der Stadtverwaltung mehrere mögliche Objekte. Er geht aber davon aus, dass die Übergangs-Dependance der TSD im Jahr 2027 öffnen kann.

Direktor Roland Schwarz in der Wohnung der Quantenkatze Q in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Direktor Roland Schwarz in der Wohnung der Quantenkatze Q in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Komplex-Sanierung beginnt im Herbst

Hintergrund: Nach jahrelangem Ringen um das nötige Geld reparieren und erneuern Arbeiter ab November 2026 endlich die bisher noch unsanierten Teile der ehemaligen Kamerawerke zwischen Junghans-, Schandauer und Glashütter Straße in Dresden-Striesen. Für knapp 14 Millionen Euro erneuern sie einen Großteil der Museumsfenster sowie die technischen Anlagen, bringen den unterkellerten und einsturzgefährdeten Innenhof in Ordnung und sanieren die Fassaden. All dies soll auch die recht hohen Betriebskosten des alten Fabrikgebäudes senken, das seit den 1990ern als Museum dient. Die Arbeiten sind so umfangreich, dass die TSD voraussichtlich drei Jahre lang für Besucher geschlossen bleiben.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Auskünfte Roland Schwarz, TSD, Ratsinfo Dresden, Oiger-Archiv

Grafik: M. Arndt
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