
Stefan Engel und Dana Frohwieser werben mit einem S-Bahn-Schild für ihren Plan, an der Kreuzung von Teplitzer Straße und Bahnstrecke einen neuen Halt einzurichten. Foto: SPD-Fraktion Dresden
Strehlen, 01.07.26. Am Richard-Strauss-Platz in Dresden-Strehlen soll ein neuer S-Bahnhof entstehen. Dieser Wunsch und Antrag der SPD-Fraktion hat nun eine Mehrheit im Stadtrat gefunden. Zwar kann die Stadt solch einen Bahnhof ohnehin nicht bauen und hat gar kein Geld dafür. Aber die Rathausspitze soll dafür zumindest schon mal Grundstücke sichern, die künftige Verknüpfung mit Straßenbahnen prüfen und bei Deutscher Bahn, beim Verkehrsverbund Oberelbe sowie bei Bund und Freistaat Sachsen um Unterstützung und Geld für diese Pläne werben.
„Nur wenn Dresden Druck macht, kann die neue Station Realität werden.“
SPD-Stadtrat Stefan Engel
4000 Ein- und Aussteiger pro Tag erwartet
„Ein neuer S-Bahnhof zwischen Strehlen und dem Hauptbahnhof bietet riesiges Potenzial“, argumentiert Stefan Engel, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. Die Prognose von täglich 4000 Fahrgästen spreche für sich. „Der Umbau des Eisenbahnknotens Dresden im Zuge der Neubaustrecke nach Prag wäre ein günstiges Zeitfenster.“
Schnellere Züge sollen Zeitverlust ausgleichen
Auch Fraktionschefin Dana Frohwieser sieht viel Potenzial, wenn Bahn oder Verkehrsverbund zwischen dem Hauptbahnhof und dem Haltepunkt Strehlen noch einen weiteren Halt einlegen würden: „Hier entstehen gerade viele neue Wohnungen und im Umfeld liegen weitere große Potenzialflächen Wissenschaft und Wohnungsbau. Standorte der TU Dresden und der große Schulstandort am Strehlener Platz würden massiv profitieren.“ Die neue Station sei ohne Fahrzeitverlust möglich, „da bei der S-Bahn demnächst ohnehin schnellere Fahrzeuge zum Einsatz kommen“.
Wieviel solch ein neuer S-Bahnhof kosten würde, bis wann er realisierbar wäre, wenn denn das Geld da wäre, und viele andere Fragen sind noch offen. Normalerweise kostet solch ein neuer S-Bahn-Halt an einer bereits existierenden Strecke zwischen 15 und 25 Millionen Euro.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quelle: SPD Dresden

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