Dresdens grüner Verkehrsbürgermeister verweist auf Unfallrisiken für Radler
Johannstadt, 28.08.26. Der grüne Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn setzt seinen Kurs fort, den Autoverkehr in Dresden zu Gunsten von Fahrradfahrern einzuschränken und dafür Verkehrsräume umzuwidmen: Auf der Fetscherstraße lässt er ab dem 31. August auf der 650 Meter langen Strecke zwischen Pfotenhauerstraße und Blasewitzer Straße die bisherigen Angebotsstreifen für Radler verbreitern und zu Radfahrstreifen ummarkieren. Das hat die Stadtverwaltung angekündigt.
Außerdem sollen die Arbeiter zwischen Pfotenhauerstraße und Fiedlerstraße einen 75 Zentimeter breiten Abstandsstreifen zwischen parkenden Autos und Radweg aufmalen. Dafür streicht Kühn in Richtung „Großer Garten“ einen Geradeaus-Fahrstreifen für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
„Damit werden bestehende Konflikte zwischen Kraftfahrzeug- und Radverkehr reduziert sowie ein Überholen mit ausreichendem seitlichem Abstand ermöglicht.“
Aus der Ankündigung der Landeshauptstadt
Um die Straße in der Dresdner Johannstadt umzumarkieren, schränkt das Straßentiefbauamt den Verkehr auf der Fetscherstraße vom zwischen Montag und Freitag zeitweise ein. Die Aktion kostet 22.000 Euro.
Bürgermeister stützt sich auf Radlerclub-Petition
Auf der Strecke gebe es zu viele Konflikte zwischen Radlern und Autofahrern, begründet er seinen jüngsten Schritt. Außerdem sei der Knoten von Fetscherstraße und Blasewitzer Straße eine Unfallkreuzung, die es zu entschärfen gelte. Außerdem verweist er auf eine Petition, die der Radlerclub ADFC im Jahr 2022 eingereicht hatte.
Umverteilung zu Gunsten von Radlern stößt auf wachsenden Widerstand
Die schrittweise Umverteilung von Verkehrsraum vor allem zu Lasten von Autofahrern zu Gunsten von Radlern durch Kühn stößt mittlerweile auf wachsenden Widerstand aus Teilen von Politik und Bürgerschaft. Als der grüne Politiker vor reichlich zwei Jahren Radwege auf der Brücke „Blaues Wunder“ markieren ließ und sich lange Staus bildeten, griff seinerzeit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) persönlich ein und stoppte den sogenannten „Verkehrsversuch“ von Kühn. Aber auch die Autospursperrungen auf der Marienbrücke, die wegfallenden Parkplätze durch den Umbau der Kipsdorfer Straße zur Fahrradstraße, die schrittweise Umwidmung von allgemeinen Fahr- und Abbiegespuren auf der Reicker und Winterbergstraße in Radwege und andere Aktionen vom Verkehrsbürgermeister sind umstritten, zentraler Kritikpunkt in kontroversen Einwohnerversammlungen, teils auch Thema im Stadtrat.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: LHD, Oiger-Archiv, ADFC-Archiv, Ratsinfo

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Da ist er, der verkehrspolitisch dümmste Take dieser Woche.
Wie furchtbar! Bald kein Platz mehr für die Blechlawine in der Innenstadt! Was für ein Horrorszenario! (während Straßen und Parkplätze jedes Jahr mehr Platz beanspruchen)