Denkmalgeschützte Innenräume bereits teilweise beschädigt
Loschwitz, 4. März 2026. Die Stadt Dresden kann das Albrechtsschloss in Loschwitz endlich reparieren: Der Bund hat nun 247.500 Euro Zuschuss für die – insgesamt eine halbe Million Euro teure – Dachsanierung zugesagt. Das haben Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Reichel heute mitgeteilt.
Ort für Hochzeiten und Konzerte
„Schloss Albrechtsberg ist, über dem Elbtal gelegen, ein prägendes Element für das Dresdner Stadtbild“, betont Kühn. „Umso mehr freut es mich, dass mit der Unterstützung der Dresdner Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer, Markus Reichel und Rasha Nasr nun eine Förderung aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm des Bundes ermöglicht wurde. Das hilft uns sehr, dieses Juwel auch in Zukunft als Ort für Hochzeiten, Konzerte und andere schöne Veranstaltungen zu erhalten.“
„Schloss Albrechtsberg ist ein architektonisches Juwel unserer Stadt“
Markus Reichel, Dresdner Bundestagsabgeordneter
Hintergrund: Das Schlossdach leckt schon seit längerem, den durchsickernden Regen fangen die Mitarbeiter dort immer wieder auf, indem sie Eimer und andere Gefäße darunterstellen – ein unhaltbarer Zustand. Die denkmalgeschützten Innenräume seien bereits teilweise beschädigt, teilte die Stadtverwaltung mit. Ohne eine Instandsetzung drohe langfristig der Verlust wertvoller denkmalgeschützter Gebäudeteile, ergänzt Reichel.
Erst das Dach, dann die Fassaden
Daher will die Stadt als Eigentümer zunächst das Dach reparieren. Später kommen dann die Fassaden an die Reihe. „Schloss Albrechtsberg ist ein architektonisches Juwel unserer Stadt“, betont Reichel. „Der Erhalt dieses Denkmals ist wichtig für Dresden und meinen Wahlkreis – kulturell, historisch und auch für die Attraktivität unserer Region.“
Prinzenschloss, Pionierpalast, Kulturschloss
Schloss Albrechtsberg wurde 1850 bis 1854 für Prinz Albrecht von Preußen (1809–1872) gebaut. 1925 verkauften die Erben das Schloss an die Stadt Dresden. Zu DDR-Zeiten diente es als Pionierpalast für die jungen Dresdner. Seit 1990 nutzt die Stadt das Schloss für Kunst und Kultur, brachte bisher aber nicht das Geld für die überfällige Generalsanierung auf. Zusammen mit Lingnerschloss und Eckberg gehört der ehemalige Pionierpalast zu den drei Elbschlössern, die von der Blasewitzer Seite aus den Blick auf den Elbhang wesentlich prägen.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: LHD, M. Reichel, Wikipedia

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