Dresden startet Online-Umfrage zur Zukunft von Leuben

Die Staatsoperette im Jahr 2008 in Leuben. 2016 zog die Kulturinstitution in das alte Kraftwerk Mitte um. Die Zukunft des Gebäudes ist ungewiss. Foto (beschnitten): Andreas Praefcke, Wikimedia, CC3-Lizenz und GFDL 1.2 (https://www.gnu.org/licenses/fdl-1.3.de.html)

Die Staatsoperette im Jahr 2008 in Leuben. 2016 zog die Kulturinstitution in das alte Kraftwerk Mitte um. Die Zukunft des Gebäudes ist ungewiss. Foto (beschnitten): Andreas Praefcke, Wikimedia, CC3-Lizenz und GFDL 1.2

Ein Fokus liegt auf dem früheren Opereretten-Gebäude

Leuben, 28. März 2022. Um zu wissen, was sich die Anwohner für die Zukunft der früheren Staatsoperette und des ganzen Stadtteils Leuben wünschen, hat die Stadtverwaltung Dresden nun eine Online-Umfrage gestartet. Unter dresden.de/umfrage-leuben können die Teilnehmer bis Sonntag, 17. April 2022, ihre Meinung darüber kundtun, was sich Areal zwischen Pirnaer Landstraße, Stephensonstraße, Straße des 17. Juni, Breitscheidstraße und Moränenende verändern soll.

Dabei fragt die Stadt beispielsweise ab, was sich in Leuben besonders dringend verbessern soll, beispielsweise Fuß- und Radwege, Grünflächen, Kinderangebote oder das Gaststätten-Angebot. Zudem sollen die Teilnehmer angeben, was sie im Stadtteil besonders stört, wo sie sich unsicher fühlen. Industrieansiedlungen wie die frühere Asbestfabrik von Feodor Burgmann, die später zu Kautasit wurde, und eben die Zukunft des Operetten-Gebäudes sind ebenso Teile der Umfrage. Auch Meinungsäußerungen ohne Vorgabe-Fragen sind möglich.

Kurze Atempause in der Schlacht: Schwan und Entenfamilie im Clinch im Kiessee Leuben. Foto: Heiko Weckbrodt

Grüne Oase in der Stadt: Detailaufnahme von einem der Kiesseen in Leuben. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Umfrage-Ergebnisse sollen samt einer Machbarkeitsstudie zur Zukunft der ehemaligen Staatsoperette Leuben in Vorschläge für den Stadtteil einfließen, über die schließlich der Stadtrat zu befinden hat.

Wird alte Operette zum Stadtteilzentrum?

Bereits im Herbst 2020 hatte das Stadtplanungsamt ein Grobkonzept für die Erneuerung von Leuben vorgelegt. Darin hatten die Planer beispielsweise dafür plädiert, die Leubener Kiesgruben, den Flutgraben und mit neuen Grünflächen zu verbinden, in der früheren Operette ein Stadtteilhaus einzurichten und Fußweg- sowie Radweg-Lücken zu schließen. Unter anderem sollten die Wohnhöfe in Neuleuben aufgewertet, der Kinder- und Familientreff Mosaik“ zum Familienzentrum erweitert und Brachflächen umgewandelt werden.

Spuren von Alt-Leuben reichen bis 1349 zurück

Zudem schlagen die Planer vor, den Kirchturm von Altleuben zu sanieren und den umliegenden Park aufzuwerten. Dieser gotische Turm gehört zu den ältesten Relikten des ursprünglichen Dorfes Leuben. Das wurde 1349 erstmal urkundlich erwähnt. Der Kirchturm und der Kirchhof der alten Pfarrkirche entstanden etwa 1512 auf dem höchsten Punkt des Dorfes. Der umgebende öffentliche Park werde heute viel genutzt, heißt es im Grobkonzept. „Er ist als Aufenthaltsort, vor allem auf den Bänken beliebt, aber recht eintönig.“ Daher sind auch hier Vorschläge gefragt, wie der Park aus Anwohnersicht attraktiver werden könnte.

Quellen: LHD, Stadtwiki, Exposé Stadtplanungsamt

Dieser Beitrag wurde unter Stadtentwicklung abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Dresden startet Online-Umfrage zur Zukunft von Leuben

  1. Jens sagt:

    Eigentlich kann man auf die Umfrage seitens der Stadt Dresden verzichten. Den es gibt bereits eine Studie.

    Leuben – Innenentwicklung im Spannungsfeld von Urbanität, sozialer Infrastruktur, Klimaanpassung und Zukunftsmobilität
    Erarbeitung eines Grobkonzepts im Rahmen der Neuausrichtung der Stadterneuerung in der Landeshauptstadt Dresden
    Fassung vom 02.10.2020

    Hier steht eigentlich schon alles was verändert werden soll/müsste drin und es ist sogar mit notwendigen finanziellen Mitteln versehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.