
Um den alten Charakter des Stresemannplatzes zu erhalten, hat die Stadt dort alles bei der alten Rechts-vor-Links-Regel belassen. Viele Radler wünschen sich hier allerdings Vorfahrt für jene, die bereits im Kreisverkehr unterwegs sind. Die Anwohner dringen wiederum auf eine Verkehrsberuhigung. Foto: Heiko Weckbrodt
Stadtbezirksbeirat finanziert Pergola und neue Bänke
Striesen, 11. September 2026. Um den Spielplatz auf dem Stresemannplatz vor allem im Sommer behaglicher zu machen, finanziert der Beirat Blasewitz aus seiner Stadtbezirkskasse eine schattenspendende Pergola. Darauf haben die Dresdner Bündnisgrünen hingewiesen. Zugleich dringen sie auf eine Verkehrsberuhigung zwischen den beiden Parkhälften in der Platzmitte.
„Die Aufwertung des Kinderspielplatzes ist ein guter nächster Schritt in der Weiterentwicklung des Stresemannplatzes.“
Stadtbezirksbeirätin Grit Schwalbe (Grüne)
Geplant ist nun zunächst, eine Holz-Pergola-Konstruktion auf dem Kinderspielplatz aufzubauen und die dann durch Kletterpflanzen zuwachsen zu lassen. Darunter sollen Sitzbänke stehen. „Durch die neue Konstruktion sollen Kleinkinder und ihre Eltern in den immer heißer werdenden Sommern gut geschützt werden“, betonen die Grünen.
Straße trennt die zwei Parkhälften
„Die Aufwertung des Kinderspielplatzes ist ein guter nächster Schritt in der Weiterentwicklung des Stresemannplatzes“, schätzt die grüne Stadtbezirksbeirätin Grit Schwalbe ein. Dabei dürfe es aber nicht bleiben: „Insbesondere der Durchgangsverkehr über den Stresemannplatz und die fehlenden sicheren Querungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler sind nach wie vor Probleme, die behoben werden müssen!“
Dazu muss man wissen, dass der recht große Stresemannplatz in der Mitte einen Park hat, der durch eine querende Straße in zwei Hälften geteilt wird. Zudem führt eine Art Straßenring um den Park herum. Wollen Kinder, Jugendliche oder andere Fußgänger zum Beispiel zum Spielplatz gelangen, müssen sie in jedem Fall mindestens eine Straße queren.
Nachbarn beschweren sich über Durchgangsverkehr, viele Radler plädieren für Kreisverkehr
Anwohner haben sich bereits mehrfach darüber beschwert, dass Autos – darunter auch viel Durchgangsverkehr – den Stresemannplatz mit überhöhtem Tempo queren. Auch unterbricht der Platz die Radroute Ost: Statt hier einen vorfahrtsberechtigten Kreisverkehr vorzufinden, wie ihn die meisten Fahrradstraßen-Nutzer instinktiv erwarten, haben die Verkehrsplaner hier „Rechts vor links“-Nebenstraßen, die mittlere Querungsstraße und beidseitige Fahrtrichtungen belassen, als die Radroute Ost eingerichtet wurde. Als Alternative wäre ein Kreisverkehr mit Vorfahrt denkbar und eine Sperrung der Querstraße durch den Park.
Angesichts der Kritik an dieser Lösung und öffentlicher Anwohnerdemos hatte das Straßen- und Tiefbauamt im Frühjahr den Durchgangsverkehr auf dem Stresemannplatz gezählt und für den Herbst neue Vorschläge für die Verkehrsführung avisiert, berichten die grünen Stadtbezirksbeirätinnen.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: Bündnisgrüne Stadtbezirksbeirätinnen von Blasewitz, Oiger-Archiv

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