Holz, Chips und Englisch: 63 Millionen Euro für neues Brecht-Gymnasium in Johannstadt

Bauarbeiter am Werk. Themenfoto: Heiko Weckbrodt

Bauarbeiter am Werk. Themenfoto: Heiko Weckbrodt

Stadt und Land planen Doppelneubau in Hybridbauweise an der Lortzingstraße

Johannstadt, 03.07.26. Ab Oktober 2027 entsteht an der Lortzingstraße 1 in Dresden-Johannstadt ein neues Gebäude für das Bertolt-Brecht-Gymnasium. Das hat die Stadtverwaltung angekündigt. Der Neubau soll rund 62,8 Millionen Euro kosten und ab dem Schuljahresbeginn 2030/31 den jetzigen Interims-Standort am Terrassenufer ersetzen.

Unterricht auch in Englisch

Die Stadt sieht dies auch als wichtigen Baustein in ihrer Internationalisierungs-Strategie im Schulsektor: Das Brecht-Gymnasium bietet bereits zusätzlich zum sächsischen Abitur den internationalen Schulabschluss „IB Diploma“ an. Demnächst kommt noch das „Middle Years Programme“ (MYP) dazu. Dies eröffnet dann weiteren Klassenstufen Unterricht in Englisch und nach internationalen Standards. Diese Angebote richten sich einerseits an Familien, die aus dem Ausland nach Dresden gezogen sind, um hier in der Chipindustrie, in Planck-Instituten oder anderen Arbeitsgebern tätig zu werden. Andererseits können „IB Diploma“ auch einheimischen Eltern helfen, die sich für ihr Kind eine internationale Karriere wünschen. Das Brecht-Gymnasium ist hier als weitere, staatliche Säule zur „Internationalen Schule“ in Dresden und zu den künftigen englischen Ausbildungsangeboten an der neuen Prohliser Elektronik-Berufsschule.

Bund schießt aus seinem Milliarden-Schuldenpaket 60 % der Kosten zu

Den gymnasialen Neubau in der Johannstadt hat das beauftragte Büro „Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten“ für etwa 900 Schülerinnen und Schüler konzipiert. Geplant sind zwei teilweise aus Holz errichtete Baukörper sowie neue Außenanlagen. Auch sollen die Arbeiter den alten Trafo auf dem Schulgelände sanieren. Rund 38 der knapp 63 Millionen Euro Investitionskosten will die Stadt aus dem Bundesschuldenpaket finanzieren.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: LHD, Wikipedia, Oiger-Archiv

Grafik: M. Arndt
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