
Anstelle des Pacht-Garagenhofs aus DDR-Zeiten ist ein neuer Spielplatz im Hermann-Seidel-Park entstanden. Foto: Ralf Dießelmann
Klettergerüste und Tischtennis anstelle der DDR-Garagen gebaut
Striesen, 01.05.26. Lange hat es gedauert, aber nun hat es die Stadt geschafft: Anstelle des wenig ansehnlichen alten Garagenkomplexes ist ein neuer Spielplatz an der Ecke von Augsburger und Pohlandstraße in Dresden-Striesen entstanden – und damit ist der Hermann-Seidel-Park endlich komplettiert.
Abfolge aus Spiel- und Sportplätzen für kleine Kinder und Jugendliche im Park entstanden
Entstanden sind in dem umgestalteten Areal eine Tischtennisplatte und ein Holz-Klettergerüst samt Sandkasten für kleinere Kinder. Für die Eltern gibt es Holzbänke, ringsum stählerne Schutzzäune im Stil des restlichen Parks. Neben dem Zugang von außen gibt es eine Verbindung zu den bereits existierenden Spiel- und Sportplätzen entlang der Pohlandstraße.
Alter Garagenhof war zu DDR-Zeiten auf Pachtgrund entstanden
Das Stadtgrünamt und der Stadtbezirksbeirat Blasewitz hatten die Parkerweiterung vor vier Jahren angestoßen. In diesem Zuge kündigte die Stadt als Parkeigentümer die Pachtverträge für einen alten Garagenhof. Nachdem die Garagen abgerissen waren, bauten Arbeiter das 500 Quadratmeter große Areal so um und rundeten damit den Park ab. Parallel dazu erneuerte die Stadt die älteren Spielanlagen im Nordwesten und tauschte sie teilweise gegen neue Klettergerüste und Schaukeln aus. Der einzige verbliebene nichtöffentliche Parkabschnitt ist von einer Kita mit deren Außengelände belegt.

Der Hermann-Seidel-Park soll um die Flächen wachsen, die bisher von Garagen eingenommen werden. Entlang der Pohlandstraße könnte dann ein durchgängiger Spielplatzstreifen entstehen. Grafik: Heiko Weckbrodt
Volkspark geht auf Erbschaft zurück
Der Park geht auf die damals in Striesen ansässige Rhododendren-Gärtnerei von Hermann Seidel zurück. Nachdem der Betrieb nach Laubegast umgezogen war, vermachten die Seidels dieses Areal der Stadt. Die richtete dort 1921 einen Volkspark ein. Zu DDR-Zeiten verwilderte der Park. An der Ecke von Pohlandstraße und Augsburger Straße entstanden damals Autogaragen auf Pachtgrund. Vor allem in den vergangenen fünf Jahren investierten Stadt und Stadtbezirk zusätzliche Ressoucen, um den Seidel-Park wieder in Schuss zu bringen und aufzuwerten.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: Vor-Ort-Besuch, Oiger-Archiv, Wikipedia

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