Seidelpark in Dresden-Striesen nun komplett saniert

Der Hermann-Seidel-Park ist für seine Rhododendren bekannt. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Hermann-Seidel-Park ist für seine Rhododendren bekannt. Foto: Heiko Weckbrodt

Historische Rekonstruktion und Spielplatz-Ausbauten kosteten insgesamt über 1,1 Millionen Euro

Striesen, 21.05.26. Nach Investitionen von über 1,1 Millionen Euro ist der Hermann-Seidel-Park in Dresden-Striesen nun weitgehend fertig saniert: Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) hat heute noch offiziell den neuen Spielplatz an der Südwest-Parkecke übergeben, der anstelle eines ehemaligen Garagenhofes entstanden ist. Damit ist der Volkspark nun wieder komplett – eine grüne Oase vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien aus ganz Striesen und den umliegenden Stadtvierteln.

„Dieser Park mit seinen Rhododendren repräsentiert ganz viel Stadtgeschichte und Identität“
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen

„Dieser Park mit seinen Rhododendren repräsentiert ganz viel Stadtgeschichte und Identität“, betont Jähnigen. Nach der Sanierung, die sich rund fünf Jahre hingestreckt hatte, sei es nun an der Zeit, sich wieder stärker auf die Pflege dieses grünen Kleinods zu konzentrieren. Das indes sei angesichts von Haushaltsengpässen, Dürresommern und intensiver Nutzung keineswegs ein Kinderspiel. Dennoch werde die Stadt noch weitere Gelder und Mühen investieren, um die Pflanzen im Park zu erneuern, kündigte Jenny Pfriem vom Stadtgrün-Amt an.

Sanierter Märchenbrunnen im Hermann-Seidel-Park Striesen: Der Jugendstil-Brunnen ist dem Märchen von Brüderchen und Schwesterchen gewidmet. Foto: Heiko Weckbrodt

Sanierter Märchenbrunnen im Hermann-Seidel-Park Striesen: Der Jugendstil-Brunnen ist dem Märchen von Brüderchen und Schwesterchen gewidmet. Foto: Heiko Weckbrodt

Manche Rhododendren über 100 Jahre alt

Denn einige der Bäume und Rhododendren sind bereits über 100 Jahre alt, manche sogar über 150 Jahre. Sie stammen aus den 1870ern, als die Familie Seidel in Striesen eine Rhododendren-Gärtnerei einrichtete. Im 20. Jahrhundert zogen die Seidels weiter an den Stadtrand und vermachten das Areal der Stadt. Die gestaltete die Handelsgärtnerei ab 1920 zum Volkspark um. Zu DDR-Zeiten verkam der Park allerdings zusehends, zudem entstanden an der Ecke von Pohland- und Augsburger Straße die besagten Garagen auf Pachtland. Nach der Wende entstanden dann neue Spielplätze entlang der Pohlandstraße.

Wo jetzt Kinder auf Elefanten klettern, standen noch vor drei Jahren Pachtgaragen. Foto: Heiko Weckbrodt

Wo jetzt Kinder auf Elefanten klettern, standen noch vor kurzem Pachtgaragen. Foto: Heiko Weckbrodt

Kletterelefant statt Pachtgaragen

Ab 2019 engagierten sich der Stadtbezirksbeirat Blasewitz und das Stadtgrünamt verstärkt um eine am historischen Vorbild orientierte Komplettsanierung des Parks. Die wurde ab 2021 schrittweise umgesetzt. In diesem Zuge erneuerten und erweiterten Arbeiter die Spielanlagen für kleine und größere Kinder, brachten die Wege in Ordnung und sanierten den Märchenbrunnen, der der Geschichte von „Brüderchen und Schwesterchen“ gewidmet ist. Zuletzt rissen Arbeiter im Stadtauftrag die Garagen an der Südwestecke ab und bauten dort für reichlich 220.000 Euro einen neuen kleinen Spielplatz mit einem Kletterelefanten, Kiessandkasten, Tischtennisplatte und Bänken.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Vor-Ort-Besuch, Auskünfte Umweltdezernat, Stadtgrünamt

Grafik: M. Arndt
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