Der Gänsedieb von Striesen

Wer hat sich denn da im Garten der alten Feuerwache versteckt? Der Gänsedieb von Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Wer hat sich denn da im Garten der alten Feuerwache versteckt? Der Gänsedieb von Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Striesen, 3. August 2021. Die alte Feuerwache Striesen an der Schlüterstraße 39 gilt längst schon als Sehenswürdigkeit: Sie ist das ältestes Feuerwehrhaus in Dresden, das bis heute ununterbrochen in Betrieb ist, und an für sich schon einen Abstecher wert. Wer aber links an dem Gebäude vorbei noch in den kurzen Stumpf der Kipsdorfer Straße hineingeht und rechts über den Zaun der Wache schaut, wird sich einen Moment verwundert die Augen reiben: Ja, da hat sich doch tatsächlich ein kleiner Bruder des „Gänsediebs“ von der Weißen Gasse in der Innenstadt nach Striesen verirrt und klaut nun an einem beschaulichen Mini-Tümpel das Federvieh – vermutlich zum Pausen-Amüsement der Feuerwehrleute.

Die alte Feuerwache Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Die alte Feuerwache Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Die originale Plastik ist die namesgebende Figur auf dem „Gänsediebbrunnen“ auf der Weißen Gasse in der Dresdner Altstadt. Robert Diez goss den diebischen Gänsefänger 1878 in Bronze. Architekt Paul Weidner entwarf die Granitteile am Brunnen. Ursprünglich stand der Brunnen  auf dem Ferndinandplatz, nach dem Krieg eingelagert und 1961 auf der Weißen Gasse wieder aufgebaut. Dort wurde der Brunnen auch Namensgeber für das Restaurant „Gänsedieb“, in dem es fast immer mindestens ein Gericht mit Gans gibt.

Der Gänsediebbrunnen mit der originalen Bronzeplastik auf der Weißen Gasse in der Dresdner Altstadt. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Gänsediebbrunnen mit der originalen Bronzeplastik auf der Weißen Gasse in der Dresdner Altstadt. Foto: Heiko Weckbrodt

Neben dem kleineren Modellabguss der Figur existieren weitere Kopien des Gänsediebs im thüringischen Pößneck und im ergebirgischen Augustusburg.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Vor-Ort-Besuch, LHD, Wikipedia, Stadtwiki Dresden

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