Großes Wohnhaus aus Holz an Wehlener Straße geplant

Auf dieser Brache an der Ecke von Wehlener und Ludwig-Hartmann-Straße in Dresden-Blasewitz soll das große hölzerne Wohnhaus entstehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Auf dieser Brache an der Ecke von Wehlener und Ludwig-Hartmann-Straße in Dresden-Blasewitz soll das große hölzerne Wohnhaus entstehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Stadt will Blasewitzer Branche wegen Öko-Ansatz günstiger verkaufen

Blasewitz, 24. Juni 2021. Eine Baugemeinschaft will an der wüsten Ecke von Wehlener Straße und Ludwig-Hartmann-Straße in Dresden-Blasewitz ein Massivholz-Wohnhaus bauen. Das geht aus einer Vorlage der Stadtverwaltung hervor. Angesichts des ökologischen Ansatzes und des großen Wohnungsbedarfs in Blasewitz will die Kommune das dafür benötigte Grundstück an die bauwilligen Familien billiger verkaufen, als es auf dem freien Markt möglich wäre, nämlich für knapp 650.000 Euro statt 1,3 Millionen Euro.

Stadt: Förderung von Baugemeinschaften zu Marktpreisen nicht realisierbar

„In sozialer Hinsicht trägt ein Verkauf des Grundstücks an die Baugemeinschaft zur Bildung privaten Eigentums bei“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung. „Das politische Ziel der Förderung von Baugemeinschaften ließe sich bei der Orientierung an Marktpreisen in weiten Teilen der Stadt nicht realisieren.“

18 Erwachsene und 14 Kinder

Derzeit befindet sich auf dem 1351 Quadratmeter großen Areal eine Brache, die von Straßenbahnschienen, einer Spielhalle, dem griechischen Restaurant „Olympia“ und anderen Gewerbe- und Wohngebäuden umgeben ist. Die Stadt hatte die Fläche 2016 für nur 352.000 Euro ausgeschrieben. Nachdem sich die Baugemeinschaft aus 18 Erwachsenen und 14 Kindern um das Baugrundstück beworben hatte, berechnete das Hochbauamt den Verkehrswert neu und kam nun auf einen Kaufpreis von 1,3 Millionen Euro. Daraufhin erklärten die bauwilligen Familien, soviel nicht bezahlen zu können. Letztlich einigten sich Stadt und Bieter auf die genannten knapp 650.000 Euro als Kompromiss.

Erde soll Wohnungen heizen

Dass die Kommune der Gemeinschaft preislich entgegenkommt, hat auch mit dem besonderen Bauansatz zu tun: Die Bewerber wollen ein Wohnhaus in Holzmassivbauweise erreichten, eine regenerative Erdwärmeheizung installieren, öffentliche Parkplätze für Autoteiler (Carsharing) bereitstellen, Dach und Fassade begrünen und im Erdgeschoss barrierefreie Wohnungen einrichten.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: LHD – Ratsinfo

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