Rathausspitze kratzt Geld für 1700 neue Kita-Plätze zusammen

Dresden, 3.1.2012: Die Stadtverwaltung Dresden hat das Geld für 1700 neue Kita-Plätze zusammengekratzt, die bis zum nächsten Jahr eingerichtet werden sollen. Damit sei der erste Teil des „Maßnahmepakets II“ für neue Kita-Plätze nun durchfinanziert, teilte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) heute Abend mit. Er räumte allerdings auch ein, dass dies nicht reichen werde. Weitere Mittel für das Kita-Maßnahmepaket will die Rathausspitze beim Freistaat einfordert – bisher allerdings mit wenig Erfolg.

Denn vor allem Krippen-Plätze sind in Dresden sehr knapp – auch, weil ein wesentlicher Teil der Kita-Kapazitäten als Kindergärten eingerichtet wird, da die Eltern darauf einen gesetzlich verbrieften Rechtsanspruch haben. Vor allem aber haben der Baby-Boom und der über den Erwartungen liegende Zuzug von jungen Familien die Nachfrage für Krippenplätze steigen lassen. Auch wollen immer mehr Eltern ihre Kinder in Krippen oder bei Tagesmüttern betreuen lassen: Ging in den 90er Jahren zeitweise nur etwa jedes vierte Kleinkind in eine Kita, ist es mittlerweile die Hälfte dieser Altersgruppe. Derzeit fehlen in Dresden rund 1500 Krippen-Plätze.

Das im vergangenen Jahr vorgestellte – aber damals nicht durchfinanzierte – Maßnahmepaket II sieht vor allem den Aufbau von Container-Kitas und den Ausbau des Tagesmütter-Netzes vor, damit die Stadt diese Kapazitäten nach dem erwarteten Abflachen von Babyboom und Zuzug wieder rasch reduzieren kann. Heiko Weckbrodt

 

Grafik: M. Arndt
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