Fußgänger-Stelen sollen mehr Touristen nach Blasewitz und Loschwitz locken

Blick von den Technischen Sammlungen aus auf die Versöhnungskirche in Striesen. Hier würden sich Fußgänger-Tipps anbieten, meinen die Blasewitzer Stadtbezirksbeiräte. Foto: Heiko Weckbrodt

Blick von den Technischen Sammlungen aus auf die Versöhnungskirche in Striesen. Hier würden sich Fußgänger-Tipps anbieten, meinen die Blasewitzer Stadtbezirksbeiräte. Foto: Heiko Weckbrodt

Beirat will mehr Standorte aufnehmen

Blasewitz, 26. Februar 2021. Loschwitz und Blasewitz werden Teil des neuen Fußgänger-Leitsystems, das die Dresdner Tourismusförderer planen. Das geht aus einer Vorlage des städtischen Geschäftsbereichs „Kultur und Tourismus“ hervor, über die nun der Stadtbezirksbeirat Blasewitz beraten hat.

Neues System soll bunter und digitaler sein

Die neuen Stelen und Hinweistafeln sollen deutlich mehr Informationen und Ausflugstipps für Dresden-Besucher bieten als das bisherige System – und auch auf Sehenswürdigkeiten außerhalb des Stadtzentrums hinweisen, die es sich per pedes aufzusuchen lohnt. So bestand das 2004 installierte System aus 52 Hinweisstelen, die optisch sehr zurückhaltend gestaltet sind. Das neue Leitsystem soll bunter sein und wird voraussichtlich mehrere Hundert Stelen sowie Hinweise an Haltestellen und anderen Orten umfassen. Dazu ist eine digitale Variante geplant, die auf dem städtischen Themenstadtplan aufbaut und den Touristen zusätzliche Informationen und die Auswahl unter mehr Sprachen offeriert. Ein zentrales Ziel bei all dem: Das neues System soll „die Aufmerksamkeit der Gäste auch auf dezentrale Ziele zu lenken“, heißt es in der Designagentur „Unit-Design“. „Gäste werden dadurch inspiriert, die Stadt noch besser kennen lernen zu wollen. Ein zeitnaher Wiederholungsbesuch wird dadurch wahrscheinlicher – bestenfalls mit verlängerter Aufenthaltsdauer.“

Bisher sind Stelen am Schillerplatz und Körnerplatz vorgesehen

Stelen mit Hinweisen auf fußläufig erreichbare Sehenswürdigkeiten sind unter anderem am Schillerplatz, am nördlichen Ende des Blauen Wunders und am Körnerplatz vorgesehen. Das aber ist aber für die Gegend zu wenig, befand der Stadtbezirksbeirat Blasewitz. Und auch Stadtbezirks-Amtsleiter Christian Barth äußerte sich etwas enttäuscht: Das Stadtbezirksamt habe viel mehr Vorschläge an die Stadtverwaltung eingereicht.

Beirat will mindestens auch am Technikmuseum Tipps auf Per-Pedes-Ausflugziele

Auf Anregung von Grünen-Vertreter Matthias Just und weiteren Beiräten appellierte das Gremium an die Stadtplaner, mindestens zwei weitere Stelen in Striesen und Blaswitz aufzustellen, zum Beispiel an den Technischen Sammlungen Dresden, in den Villenvierteln am Blasewitzer Waldpark oder an anderen Orten.

Rund 1 Million Euro kosten stadtweit – mit WLAN-Option wird’s teurer

Wann das neue System stadtweit installiert wird, steht noch nicht fest. Die Gesamtkosten schätzen die zuständigen Ämter auf rund 860.000 bis 1,1 Millionen Euro. Wenn alle Stelen zusätzlich auch als WLAN-Internetstationen ausgerüstet werden sollen, würden weitere 362.000 Euro fällig.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Sitzung SBB Blasewitz, Konzept Unit-Design, Ratsinfo Dresden

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