
Zwischen Blasewitz-Grunaer-Landgraben und der alten F6-Zigarettenfabrik soll ein Spielplatz entstehen. Foto: Heiko Weckbrodt
Stadt will Bach renaturieren und auch für Kinder interessanter machen
Striesen, 2. Januar 2026. In diesem Monat beginnen voraussichtlich die – bereits seit Jahren geplanten – Bauarbeiten für den neuen Spielplatz am Blasewitz-Grunaer Landgraben neben der alten F6-Fabrik in Striesen. Dies ist Teil des langfristigen Vorhabens, den Landgraben ökologisch umzugestalten und seine Aufenthaltsqualität zu verbessern. Darauf hat die SPD Dresden hingewiesen.
Arbeiter pflanzen 400 neue Bäume und Sträucher
Geplant ist, den Bach zu verbreitern, seine Ufer abzusenken, und den Lauf so umzugestalten, dass sich flache und tiefe Abschnitte „in geschwungenen Linien“ abwechseln. Außerdem sollen die Arbeiter rund 400 Erlen, Eschen, Haselnuss-Sträucher und andere Gehölze pflanzen. „Dies sorgt für Schatten, kühlt das Umfeld und bietet Rückzugsorte für Tiere“, betonen die Sozialdemokraten.
Abschnitt neben alter F6-Fabrik ist als erstes dran
Für die aktuellen Arbeiten schießt der Freistaat Sachsen 650.000 Euro zu. Der erste Abschnitt zwischen Schandauer und Kipsdorfer Straße beginnt im Januar 2026. Später ist das Bachsegment zwischen Kipsdorfer und Eibenstocker Straße an der Reihe. Peu à peu soll auch ein durchgängiger Weg entlang des gesamten Bachlaufes entstehen. Die SPD setze sich im Stadtbezirksbeirat Blasewitz dafür ein, dass der gesamte Landgraben „über die aktuellen Bauabschnitte hinaus“ renaturiert werde, betonen die sozialdemokratischen Beiräte Christian Kreß, Cramen Neuburg und Michael Kunath.
Landgraben soll generell wieder naturnäher werden
Die Stadt Dresden arbeitet schon länger daran, den Blasewitz-Grunaer Landgraben wieder naturnäher und angenehmer für Mensch und Tier umzugestalten. Die Planer störten sich vor allem am eintönigen, trapezförmig befestigten Bachbett, das kaum Schatten bietet, wenig geeignet für Fische ist und nur wenig bepflanzt ist. Zudem gelten Renaturierung und breitere Bachläufe inzwischen als die bessere Lösung für den Hochwasserschutz, als die Gewässer mit Stein und Beton einzuzwängen.
Einige Abschnitte des Landgrabens hat die Stadt inzwischen auch bereits umgestalten lassen, darunter die Brücken im Umfeld der Draesekestraße. Weitere Teilprojekte folgen noch. Dabei wollen die Planer einerseits dafür sorgen, dass sich wieder mehr Tiere am Bach ansiedeln. Zudem soll das Grabenbett interessanter und inhomogener gestaltet werden, so dass spielende Kinder mehr Freude daran haben. Nicht zuletzt soll der Landgraben HQ100-sicher werden, also auch Jahrhundert-Hochwassern standhalten.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: SPD Dresden, LHD, Oiger-Archiv, Rehwaldt-Landschaftsarchitekten, Wikipedia

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