Radroute Ost: Stadt verkleinert weitere Kreuzung in Striesen

Auch auf der Fahrbahn weisen Logos auf den neuen Status der Glashütter und Kipsdorfer Straße als Fahrradstraße hin. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Ab Montag startet Umbau an Ecke Bärensteiner und Kipsdorfer Straße – Teilsperrung für Autos

Striesen, 29. August 2025. Ab Montag lässt die Stadt Dresden nun auch die Kreuzung von Bärensteiner und Kipsdorfer Straße in Striesen künstlich verkleinern. Die Planer wollen so die Radroute Ost attraktiver machen, die unter anderem auf der „Kipsdorfer“ entlang führt, außerdem die Kreuzung für Fußgänger und Rollstuhlfahrer leichter passierbar machen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November oder Anfang Dezember 2025, bis dahin sind die Kreuzung und die beiden Straßen abschnittsweise gesperrt. Das hat die Stadtverwaltung angekündigt.

Fußgänger sollen Kreuzung hinterher sicherer passieren – und Autos langsamer fahren

Ähnlich wie zuvor schon an anderen Kreuzungen der Radroute Ost – zuletzt beispielsweise an der alten F6-Zigarettenfabrik – sollen die Arbeiter die Fußwege mit Stein und Beton weiter in die Kreuzung hinein bogenförmig vergrößern. Durch diese bisher nur aufgemalten sogenannten „Gehwegvorstreckungen“ verringert sich künftig der Straßenquerschnitt. Dies soll den Autoverkehr dort ausbremsen und es Kindern, Rollator-Senioren, Rollstuhlfahrern und anderen erleichtern, diese vergleichsweise vielbefahrene Wohngebietsstraße leichter zu passieren. Allerdings wird dadurch auch das Abbiegen erschwert – schon jetzt hat der 87er Bus an dieser Stelle Schwierigkeiten, um die Ecke zu kommen.

Am 1. September 2025 beginnt der Umbau der Kreuzung von Bärensteiner und Kipsdorfer Straße in Striesen. Während der Arbeiten fallen Parkplätze weg, außerdem gibt es wechselnde Straßensperrungen für Autos. Foto: Heiko Weckbrodt

Am 1. September 2025 beginnt der Umbau der Kreuzung von Bärensteiner und Kipsdorfer Straße in Striesen. Während der Arbeiten fallen Parkplätze weg, außerdem gibt es wechselnde Straßensperrungen für Autos. Foto: Heiko Weckbrodt

Wechselnde Straßensperrungen für motorisierten Verkehr bis Dezember 2025

Während der Bauarbeiten sperren die Arbeiter zunächst vom 1. September bis Mitte Oktober den südlichen Teil der Bärensteiner Straße ab der Hausnummer 14. Danach blockieren sie bis Anfang November die Westseite Kipsdorfer Straße vor der Hausnummer 12. Im Anschluss wechselt die Baustelle auf die Ostseite der Kreuzung, bis Ende November ist dann die Kipsdorfer vor der Hausnummer 13 gesperrt. Diese Sperrungen gelten für Autos – Radler und Fußgänger können die Baustelle immer passieren, verspricht das städtische Straßen- und Tiefbauamt. Bis Anfang November soll auch die Buslinie 87 auf ihrer üblichen Strecke verkehren. Im November wird sie von ihrer Endhaltestelle am Goldberg-Platz aus über die Glashütter und Altenberger Straße umgeleitet.

Bund bezahlt Umbau größtenteils

Die Stadt hat die Firma „SAZ GmbH Straßenbau“ mit dem Umbau der Kreuzung beauftragt. Die Arbeiten sollen rund 195.000 Euro kosten, wobei der Bund 85 Prozent der Ausgaben übernimmt.

Ähnlich wie hier an der Kreuzung von Kipsdorfer und Gottleubaer Straße vergrößern Bauarbeiter nun an der Kreuzung der Radroute Ost mit der Bärensteiner Straße die Fußwege und verkleinern dadurch die Kreuzung. Foto: Heiko Weckbrodt

Ähnlich wie hier an der Kreuzung von Kipsdorfer und Gottleubaer Straße vergrößern Bauarbeiter nun an der Kreuzung der Radroute Ost mit der Bärensteiner Straße die Fußwege und verkleinern dadurch die Kreuzung. Foto: Heiko Weckbrodt

Radroute Ost soll unattraktiver für Raser werden und sicherer für Kinder wie Radler

Hintergrund der ganzen Aktion: Die Stadt hat in den vergangenen Jahren schrittweise eine „Radroute Ost“ zwischen Straßburger Platz und der Kreuzung Altenberger und Kipsdorfer Straße eingerichtet. Im Jahr 2026 soll noch der Ostabschnitt der „Kipsdorfer“ bis zum Schulcampus Tolkewitz folgen. Auf dieser Radroute haben Radler Vorfahrt und Vorrang, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 30. Anders als sonst für Fahrradstraßen üblich, gestattet die Stadt Dresden allerdings auf der gesamten Radroute auch nahezu durchgängigen Autoverkehr Barrieren. Das hat dazu geführt, dass viele Raser die Radroute als ampelarme und vorfahrtsberechtigte Abkürzungsstrecke nutzen, dabei auch immer wieder Radler abdrängen. Indem sie ausgewählte Kreuzungen verkleinert, will die Stadt dieses Problem verringern.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: PM LHD, Anwohner-Information, Oiger-Archiv

Grafik: M. Arndt
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