Briten und Schweizer kaufen Seidnitz-Center

Reanimiert: Das Seidnitz-Center Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Reanimiert: Das Seidnitz-Center Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

SEC ist 3,5 Jahre nach der Pleite wieder gefüllt und hat neue Eigentümer

Seidnitz, 7. März 2017. Rechtsanwalt Bruno Kübler hat das insolvente Seidnitz-Center (SEC) an Investoren aus Großbritannien und der Schweiz verkauft. Die neuen Eigentümer sind die internationalen Immobilien- und Beteiligungsgesellschaften „ARAX Properties Ltd.“ Aus London und die „Partners Group Holding AG“ aus Baar in der Schweiz.

„Der Verkauf des Seidnitz Centers ist eine gute Nachricht für alle Beteiligten“, meint Insolvenzverwalter Kübler. „Die beiden Erwerber sind renommierte und langfristig orientierte Investoren. Für die Kunden des Einkaufscenters bedeutet dies eine dauerhafte Sicherung der lokalen Versorgung mit allen wichtigen Gütern des Alltags.“ Den Kaufpreis wollte er auf Wunsch der Erwerber nicht verraten.

Center-Manager sieht „strategische Entwicklungsmöglichkeiten“

Ähnlich äußerte sich Center-Manager Dennis Bastuck: „Durch den Verkauf des Seidnitz Centers haben wir nun einen starken Auftraggeber als Eigentümer, welcher von der Entwicklung des Centers bisher und auch zukünftig vollkommen überzeugt ist.“. Er sehe „strategische Entwicklungsmöglichkeiten für das Seidnitz Center Dresden, welche wir nun mit der neuen Eigentümergesellschaft erörtern werden“.

Aus der Geschichte des SEC

Der Einkaufskomplex SEC entstand 1994 an der Enderstraße. Es umfasst 33 235 Quadratmeter. Im Komplex befinden sich vor allem Läden, Supermärkte und Bistros, aber auch Tanzstudios, ein Fitnesscenter, ein Spielcasino, zahlreiche Arztpraxen und Büros in den Obergeschossen sowie ein Parkhaus mit 750 Stellflächen. Die SEC-Eigentümergesellschaft hatte es indes versäumt, genug in die Modernisierung des Komplexes zu investieren, der deshalb an Zugkraft verlor. „In der Folge war die Verlängerung und Ausweitung der ausgelaufenen Kredite gescheitert“, erklärte Kübler. „Als dann die damalige Ankermieterin Marktkauf, die zum Edeka-Konzern gehört, ankündigte, ihren Lebensmittelmarkt Ende des Jahres 2013 zu schließen, kam es im August 2013 zur Insolvenz.“

Neuanfang nach Pleite

Anwalt Kübler übernahm die Insolvenzverwaltung. In Absprache mit den Gläubigern ließ er das SEC für über 14 Millionen Euro sanieren, modernisieren und umbauen. Außerdem setzte er mit der „Retail Management Expertise“ (RME) aus Oberhausen ein neues Center-Management ein. „Allen Beteiligten war schon damals klar, dass die Revitalisierung des Seidnitz Centers im Vordergrund steht und anschließend die Immobilien durch Verkauf aus der Insolvenzmasse herausgelöst wird“, erklärte Centermanager Dennis Bastuck.

Seit REWE & Aldi einzogen, brummt das SEC wieder

Bald darauf konnte er mit REWE und Aldi zwei neue Ankermieter finden – beide zogen ins Untergeschoss ein. Auch Woolworth, Pfennigpfeiffer und Takko zogen als Mieter ein. Gemessen an Indizien wie der gewachsenen Besucherfrequenz im Hause und der wieder deutlich stärkeren Belegung im Parkhaus ist der Eindruck: Das SEC brummt wieder. „Mit diversen Einzelhändlern stehen die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss“, betonte Bruno Kübler.

Autor: Heiko Weckbrodt

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