
Die Arbeiten zwischen der früheren Tabakfabrik und dem Landgraben haben in Striesen begonnen. Foto: Heiko Weckbrodt
Projekt kostet eine Million Euro
Striesen, 12. Februar 2026. Nahe der ehemaligen F6-Zigarettenfabrik in Striesen renaturieren Arbeiter seit Wochenbeginn den Blasewitz-Grunaer-Landgraben und bauen einen neuen Spielplatz. Die Arbeiten kosten insgesamt rund eine Million Euro und sollen im Juni abgeschlossen sein. Das hat die Stadtverwaltung Dresden mitgeteilt.
Umweltbürgermeisterin verspricht „attraktives, wohnortnahes Naturerlebnis“
„Die Blasewitzerinnen und Blasewitzer können sich bald auf einen wunderschönen öffentlichen Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität freuen“, verspricht Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne). „Sehr wahrscheinlich schon in diesem Sommer können Kinder auf dem Spielplatz herumtollen und unmittelbar daneben das Gewässer in seinem natürlichen Wirken erfahren. Wir schaffen zudem auch für die Anwohnenden entlang des Landgrabens ein attraktives, wohnortnahes Naturerlebnis.“
Landgraben streift sein Korsett ab – naturnaher Umbau dient auch dem Hochwasserschutz
Das Bauprojekt gehört zum städtischen Konzept, einst verrohrte oder in Betontröge eingezwängte Bäche in Dresden wieder naturnah umzugestalten. Damit wollen die Planer mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Bei Hochwasser bekommen die Fluten mehr Ausweich- und Sickerraum. Außerdem siedeln sich in natürlichen Bachbetten eher Fische, Insekten und anderes Getier an. Nicht zuletzt wollen sie die Gewässer auch schöner und lebensfreundlicher für Anwohner, spielende Kinder, Spaziergänger und Radler machen.
Konkret ist derzeit der Blasewitz-Grunaer-Landgraben zwischen der Schandauer und der Eibenstocker Straße an der Reihe. Der Bach bekommt bis zum Sommer wieder einen natürlichen Lauf und es entstehen durchgängige Uferwege.
„Treibholz“ für spielende Kinder
Zwischen Graben und der zum Wohnkomplex umgebauten F6-Fabrik bauen die Arbeiter derweil einen Spielplatz unter dem Motto „Treibgut“ – dafür hat Bauherr „USD“ der Stadt extra 539 Quadratmeter übertragen. Basierend auf Anwohner-Wünschen und Entwürfen aus dem Dresdner Büro „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“ entstehen dort hölzerne Spielgeräte für Kinder zwischen drei und elf Jahren. „Ähnlich einem Treibguthaufen werden Kanthölzer zu einer vielfältigen Spiellandschaft gestaltet“, kündigt die Stadtverwaltung an. „Daneben sind Aufenthaltsbereiche eingeordnet, die mit einer Tisch-Bank-Kombination zum Picknick einladen. Bei der Errichtung des Spielplatzes wird auf natürliche Materialien, insektenfreundliche Gehölze und essbare Früchte Wert gelegt.“
Sperrungen auf Fahrradstraße absehbar
Während der Bauarbeiten sind zeitweise auch Verkehrseinschränkungen insbesondere für Autos absehbar, zudem fallen temporär Parkplätze auf der Fahrradstraße – also auf der Glashütter Straße – weg. Anlieger und Radfahrer dürfen aber die ganze Zeit über passieren, so die Zusage aus dem Rathaus.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: LHD, Oiger-Archiv

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