Vulkan bricht vor Trafo aus

Der Schlammvulkan bricht aus: Graffiti auf Drewag-Häuschen nahe dem Seidnitz-Center. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Schlammvulkan bricht aus: Graffiti auf Drewag-Häuschen nahe dem Seidnitz-Center. Foto: Heiko Weckbrodt

Graffiti-Projekt der Dresdner Stadtwerke: Bereits über 100 Flächen gestaltet

Striesen/Tolkewitz, 19. August 2016. Was mir öfter ins Auge fällt, sind die Graffitis auf Trafo-Häuschen der Drewag. Für Hardcore-Sprayer ist das wahrscheinlich Pillepalle und viel zu legal, diese oft recht ausgefeilten Streetart-Werke machen das Stadtbild aber sicher interessanter.

Der Elbdampfer schippert ins Gewächshaus - gesehen an der Kipsdorfer Straße in Tolkewitz. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Elbdampfer schippert ins Gewächshaus – gesehen an der Kipsdorfer Straße in Tolkewitz. Foto: Heiko Weckbrodt

Illusionsbilder: Dampfer dampft ins Gewächshaus

Viele dieser legalen Straßenmalereien und Sprüharbeiten gehen in Richtung Illusionsmalerei (zum Beispiel am Niederwaldplatz und am Schillerplatz) oder auch das Elbdampfer-Panorama neben den Gewächshäusern an der Kipsdorfer Straße in Tolkewitz.

Surreales Schachspiel am (echten) Altenberger Platz in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Surreales Schachspiel am (echten) Altenberger Platz in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Auch Surreales ist dabei

Manche haben aber auch einen surrealen Touch. Aufgefallen ist mir da heute morgen das Umspannhäuschen am „echten“ Altenberger Platz (nicht zu verwechseln mit dem Pseudo-„Altenberger Platz“ am Programmkino Ost), auf dem ein Schachspiel in einer Art Dali-Stil zu sehen ist. Ein paar Schritte weiter bricht auf einer Trafowand ein Schlammvulkan in einer Industriewüste aus.

Gleich neben dem Spielplatz steht eines dieser Umspannhäuschen mit Illusionsmalerei - hier im Stile eines Dornröschen-Schlosses. Foto: Heiko Weckbrodt

Umspannhäuschen mit Illusionsmalerei neben dem Spielplatz am Niederweald-Platz – hier im Stile eines Dornröschen-Schlosses. Foto: Heiko Weckbrodt

Drewag startete Graffiti-Projekt 1999

Entstanden war das Graffiti-Projekt der Drewag im Jahr 1999: Weil viele Anlagen wild (und nicht unbedingt phantasievoll) beschmiert waren, durften fortan ausgewählte Graffiti-Künstler zahlreiche Flächen gestalten. Pro Jahr kommen ein bis zwei Flächen dazu, sagte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann. „Wir geben die Flächen aber nicht einfach frei, sondern beauftragen die Künstler.“ Laut Drewag gibt es inzwischen über 100 solcher im Streetart-Stil gestalten Flächen auf Umspann-Stationen, Wärmestationen, Heizhäusern und anderen Energieanlagen. Eine Auswahl davon ist hier auf einer Drewag-Karte verzeichnet.

Autor: Heiko Weckbrodt

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