Wohn-Hochhaus an Gluckstraße geplant

So soll der Wohn-Gewrebe-Komplex zwischen Gluckstraße und Fetscherstraße aussehen. Visualisierung: Leinert Lorenz, repro: hw

So soll der Wohn-Gewerbe-Komplex zwischen Gluckstraße und Fetscherstraße aussehen. Visualisierung: Leinert Lorenz, Repro: hw

Architekten wollen an der Kreuzung Fetscher- und Blasewitzer Straße Platzstruktur schaffen

Johannstadt/Striesen, 2. Mai 2016. Private Investoren wollen an der Gluckstraße an der Grenze zwischen Dresden-Johannstadt und -Striesen ein Wohn-Hochhaus und ein Bürogebäude errichten. Dadurch soll an der Einmündung der Fetscher- in die Blasewitzer Straße auch eine Art neuer Stadtplatz entstehen. Das haben die Architekturbüros „Leinert Lorenz“ und „Stuhr Architekten“ im Ortsbeirat Blasewitz angekündigt – und dafür auch einige Kritik für die geplante hohe Bauweise geerntet.

Unten Gastro und Gewerbe, oben Wohnungen

Dort, wo die Fetscherstraße und die Gluckstraße im spitzen Winkel auf die Blasewitzer Straße münden, haben die Architekten Leinert und Lorenz für den Bauherrn „R & R GbR“ einen achtgeschossigen Gebäudekomplex entworfen. Das Erdgeschoss soll Gastronomie und andere Gewerbeflächen beherbergen, das Untergeschoss eine Tiefgarage. Die sieben oberen Etagen sind für rund 50 Wohnungen mit Staffelmieten zwischen 8,50 und 12,50 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Derzeit ist dieses dreieckige Grundstück eine grüne Brachfläche mit Bäumen darauf, der vordere Teil wird als Parkplatz genutzt.

Bürokomplex für Medak-Zulieferer

Gleich nebenan an der Blasewitzer Straße planen die Stuhr-Architekten ein Bürogebäude. Die oberen Geschosse sollen 1400 Quadratmeter für sieben Büros bieten, für das Erdgeschoss haben die Entwerfer drei Läden mit zusammen 400 Quadratmetern Nutzfläche vorgesehen. Sie hoffen, dass sich dort angesichts der Nähe zum Uniklinikum medizinisch-technische Dienstleister ansiedeln wollen.

Kritik an hoher Bauweise

Aus dem Beirat insbesondere von FDP-Seite gab es zum Konzept kritische Töne: Das dieser Platz städtebaulich entwickelt gehöre, sei unbestritten. Die Frage sei nur, ob man unbedingt an dieser Stelle die Hochhaus-Bauweise der Johannstadt wieder aufnehmen oder vielmehr die niedrigere Architektur von Blasewitz bevorzugen sollte. Laut Angaben des Stadtplanungsamtes gab es an dieser Stelle in Vorkriegszeiten einen Gebäudekomplex mit zwei Türmchen, die allerdings niedriger als der nun geplante Achtgeschosser gewesen seien.

Autor: Heiko Weckbrodt

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